Rochade Steele/Kray
Deutsche Wertungszahl (DWZ)

 

 

Klick mich!

Informationen zu Deutschen Wertungszahlen (DWZ)

Das 1991 eingeführte deutsche Wertungssystem lehnt sich eng an das Wertungssystem der FIDE an. Bei der Entwicklung wurden die Erfahrungen aus dem Ingo-System des Deutschen Schachbundes und dem nationalen Wertungssystem des Deutschen Schachverbandes berücksichtigt. Die Skala reicht von etwa 800 (Anfänger) bis über 2800 (versierte Meister). Die Erfassung der Ergebnisse von Turnieren wird vorgenommen von den zuständigen Wertungsreferenten der Organisationsebenen, in denen sie organisiert wurden. Die Berechnung der Auswertung und die Speicherung der sich ändernden Daten erfolgt allein in der Datenbank der Wertungszentrale monatlich mindestens einmal, in Zeiten hohen Turnieraufkommens mehrfach. Die aktualisierten Daten werden danach sowohl auf den DSB-Webseiten veröffentlicht als auch den Referenten der Landes- und Unterverbände sowie der Bezirke bzw. Kreise zur Verfügung gestellt.

Aktuelle DWZ der Rochade Steele/Kray

DWZ-Listen Bezirk Essen

DWZ selbst berechnen

DWZ eines bestimmten Spielers suchen
 

Berechnung der DWZ

Die Berechnung der DWZ ist fast eine Wissenschaft für sich. Wer es sich trotzdem antun will hier der Versuch einer Erklärung:

Es werden nur am Schachbrett erzielte Resultate gegen Gegner mit einer DWZ berücksichtigt.

Grundformel

Zn: neue DWZ
Z0: bisherige DWZ
E: Entwicklungskoeffizient
n: Anzahl der gespielten Partien
W: Erzielte Punkte
We: erwartete Punkte

Erzielte und erwartete Punkte

Die erzielten Punkte W sind die Summe der Partieergebnisse, wobei ein Gewinn als 1 Punkt zählt, ein Remis als 0,5 Punkte und eine Niederlage als 0 Punkte. Die erwarteten Punkte We werden mit folgender Näherungsformel berechnet.

ZA: bisherige DWZ
ZG: bisherige DWZ des Gegners

Die erwarteten Punkte werden für jede einzelne Partie errechnet und dann addiert. Die genauen Werte der erwarteten Punkte können in einer sogenannten Wahrscheinlichkeitstabelle des Deutschen Schachbundes angesehen werden. Die Formel berechnet aber gute Näherungswerte.

Der Entwicklungskoeffizient

Der Entwicklungskoeffizient E setzt sich aus dem Grundwert E0, dem Beschleunigungsfaktor a und dem Bremszuschlag B zusammen.

Beim Beschleunigungsfaktor a gilt: Dieser darf nicht größer sein als 1 und nicht kleiner als 0,5. Außerdem wird er nur berechnet, wenn der Spieler unter 20 Jahre alt ist und mehr Punkte erzielt wurden als erwartet wurde. Falls dies nicht der Fall ist, ist der Beschleunigungsfaktor 1. Der Beschleunigungsfaktor hilft jüngeren Spielern, ihre DWZ schneller zu verbessern.

Die Komponente J ist abhängig vom Alter des Spielers. Bei Jugendlichen bis 20 Jahre: J = 5, bei Junioren (21 – 25 Jahre): J = 10, bei Spielern über 25 Jahre: J = 15.

Der Bremszuschlag B wird nur für Spieler mit DWZ unter 1300 berechnet und nur, wenn die erzielten Punkte kleiner/gleich sind, als/wie die erwarteten Punkte, sonst ist der Bremszuschlag = 0. Der Bremszuschlag ist dafür da, dass die DWZ von schlechteren Spielern nicht so schnell sinkt.

Ferner hängt E auch von der Anzahl der bisher gewerteten Turniern ab. Der Index i der ersten DWZ ist 1 und wird nach jeder Turnierauswertung um 1 erhöht.

Diese Formel wird nur „ausgewertet“, wenn schon eine DWZ vorliegt, d. h. i größer Null ist. Damit wird E in der Regel auf 5 angehoben, wenn der Koeffizient unter 5 liegt, oder auf 30 gesenkt, wenn E größer als 30 ist. Bei vorhandenen Bremszuschlägen (B>0) kann E auch darüber hinausgehen.

Im letzten Schritt wird E zur nächsten ganzen Zahl gerundet.

Berechnung einer Erst-DWZ

Hierbei wird die Grundformel nicht verwendet. Man benötigt zum einen die Punktausbeute in Prozent. Damit kann man in die Wahrscheinlichkeitstabelle gehen, und eine DWZ-Differenz bestimmen. Dazu addiert man einfach den DWZ-Durchschnitt der Gegner und erhält eine Erst-DWZ. Der Index wird mit 1 festgesetzt.

Diese Schritte werden aber erst unternommen, wenn man nicht alle Partien gewonnen hat, nicht alle Partien verloren hat und mindestens 5 Partien gespielt hat.
Nach Ermittlung dieser ersten DWZ auf Basis des Durchschnitts der gegnerischen DWZs werden nun so oft Iterationsrechungen durchgeführt, bis sich die Erst-DWZ stabilisiert. Das exakte Verfahren findet sich in der Wertungsordnung des Deutschen Schachbundes.